Die Interieurs in Puffs

Kaum einer redet offen darüber, doch dennoch existieren sie in fast jeder größeren Stadt: Bordelle, in denen meist Männer für Sex mit Frauen bezahlen. Schon von Weitem lassen die Freudenhäuser oder Puffs, wie sie auch bezeichnet werden, an Bundesstraßen oder Seitenstraßen erkennen, um was es sich handelt, da an den Fenstern rote Herzen kleben, rote LEDs in den Innenbereich locken und Markisen über dem Hintereingang mit Werbung blinken. Es gibt sogar Bordelle für Frauen, jedoch meist weniger und diese werden dann eher als „House of Boys“ bezeichnet.

Der Innenbereich der Bordelle für Männer meist, was das Äußere verspricht, sodass man hier vor allem auf die Farbe Rot trifft, die auf Männer besonders anziehend wirkt. Es gibt rote Teppiche und rote Wände und es sieht aus, wie ein Traumland für Männer, da sich diese nun ihre Herzdame aussuchen können. In knappen Miniröcken, mit oder ohne BH, mit Strapsen und Stiefeln, auch meist in Rot oder Schwarz, präsentieren sich die einzelnen Ladies, die meist lange Haare haben und mehr oder weniger schlank sind, damit sich der Mann diese nach seinen eigenen Vorlieben auswählen kann.

Mit seiner Wunschfrau geht er dann in ein Einzelzimmer, das meist ebenfalls in der Farbe Rot gestaltet wurde. Verdunkelnde Plissees am Fenster sorgen dafür, dass keiner von außen in den Innenbereich gucken kann und die Privatsphäre gewahrt wird. Denn auch, wenn viele Männer den Service nutzen, werden sie es in der Öffentlichkeit kaum zugeben. Grund dafür ist auch, dass es sich bei vielen um Geschäftsmänner oder Bankangestellte handelt, die sich die Dienste leisten können, aber dafür häufig fremdgehen und ihren Ruf nicht schädigen wollen. Im Zimmer hängen Spiegel an den Wänden, die Betten bestehen aus weichen Decken und Kissen und ganz viel Farbe. Man findet Tücher und Kondome, damit nichts schief gehen kann, sondern man(n) einfach viel Spaß hat.